Ryn liegt zwischen dem Ołów-See und dem Ryńskie-See, und genau so sieht man die Stadt am besten. Nicht nur die Burg, nicht nur der Hafen. Wir empfehlen, beide Ufer abzugehen und zu sehen, wie unterschiedlich die zwei Seiten sind. Von Carpe Diem sind es 25 Minuten mit dem Rad und mit dem Auto knapp eine halbe Stunde.
Am Ołów gibt es einen Strand und eine sehr gute Badestelle. Das Wasser ist sehr sauber, und rund um den See führt ein Freizeitweg. Man kann hier spazieren gehen oder einfach ins Wasser steigen und etwas länger bleiben.
Am Ryńskie-See ist alles ganz anders: eine Seglerpromenade, Stege, ein Hafen und viel Gastronomie. Direkt an der Uferpromenade haben wir zwei bewährte Adressen.
Pizza Marconi ist ein familiengeführter Imbisswagen am See. Sie machen neapolitanische Pizza, haben ihren eigenen Teig und beziehen Zutaten von lokalen Lieferanten. Die zweite Adresse ist Rybka u Pana Roberta. Das Street Food wird vor Ort zubereitet und ist wirklich frisch. Ein Schild gibt es nicht, den Namen sollte man sich also merken. Wir empfehlen beide Orte nicht nur wegen des Essens — sie werden von Menschen geführt, die ihnen ihren Charakter geben.
Zwischen den Seen steht eine Ordensburg aus dem 14. Jahrhundert. Heute beherbergt sie ein Hotel und ein Konferenzzentrum, sie lässt sich aber mit einer Führung besichtigen. Der Rundgang führt durch vier Flügel, außerdem gibt es einen Aussichtsturm über die umliegenden Seen und Wälder. Die Öffnungszeiten sollte man vor dem Besuch prüfen.
Für einen halben Tag reicht Ryn völlig: zwei Seen, etwas Gutes unterwegs und die Burg als Punkt dazwischen.