Reportage
Du gehst in den SPA-Bereich, ein gutes Dutzend Schritte vom Haus entfernt. Du musst nirgendwohin fahren, dich nicht hastig umziehen, keine ganze Unternehmung planen. Du trittst einfach aus dem warmen Inneren, gehst ein Stück über das Grundstück und bist dort, wo der Abend beginnt.
Der Badezuber steht neben Sauna und Eisbad, auf weichem grünem Untergrund. Das Wasser hat etwa 38 °C. Das ist der Moment, in dem der Körper erst die Temperatur prüft und dann gar nicht mehr heraus will. Über dem Wasser steigt Dampf auf, hinter dir liegt das Haus aus dickem Blockholz, und vor dir offener Raum, Bäume und ein paar Lichter in der Ferne.
Es passiert nichts Großes. Genau darum geht es. Du hörst das Holz, das Wasser, manchmal den Wind. Man kann reden, man kann schweigen. Nach der Sauna ist der Badezuber noch besser, und im Winter erledigt dieser Kontrast die ganze Arbeit.
Das ist keine Attraktion zum Abhaken. Eher ein einfaches Abendritual, das sehr schnell zum liebsten Teil des Aufenthalts wird.
